Living in the Future 2010
I love projects like this one! A complete reproduction of a 1972 children’s book on how people will live in 2010. A central element of Geoffrey Hoyle’s vision is the so called “Vision Phone” which if you consider recent developments such as UStream is not soo far off. And Hoyle was also right about the contemporary revival of the full beard (but luckily wrong in his fashion-related vision):
Meanwhile there even is a facebook group dedicated to Geoffrey Hoyle.
Are you aware of other, equally nice future visions referring to today? Please let me know!
IWB-Artikel zu Internationalem E-Commerce
In der heutigen Ausgabe der Internet World Business erschien ein Gastartikel von mir zum Thema Globalisierung im Webshop.
TEDx Berlin Rückblick
Am 30.11. fand die TEDx Berlin statt, ein unabhängiger Ableger der amerikanischen TED-Konferenz. Während TEDx anderenorts z.T. offenbar eher als eine Art Public Viewing im Billiardkeller durchgeführt wird (und auch das ist unter gewissen Gesichtspunkten im Sinne der TED-Macher), war TEDx Berlin als eines der bisher professionellsten Events angelegt: 400, ausschliesslich geladene Gäste im Hyatt Hotel und allerlei große Namen auf der Bühne und im Publikum. Ich hatte im Vorfeld etwas Sorge, dass meine hohen Erwartungen nicht eingelöst werden würden, fand die Veranstaltung insgesamt aber wirklich sehr gut und habe die Reise nach Berlin definitiv nicht bereut. Die Organisation lief absolut reibungslos und dennoch in entspannter Atmosphäre, die langen Pausen wurden für Netzwerken (aber ohne Visitenkarteneinsatz) genutzt und die gute Vorbereitung der meisten Redner (anscheinend inkl. Präsentationscoaching) wirkte sich auch sehr angenehm auf die Qualität der Beiträge aus. Kompliment an Red Onion für die gute Organisation.
Die Zusammenstellung des Programms als Mix aus relativ wenigen Technologie-Themen und vielen sozial motivierten Themen/Projekten empfand ich als gelungen und sinnvoll. Ich denke, das Potenzial einer solchen Veranstaltung liegt auch eher darin, für unbequemere/sperrige Themen zu sensibilisieren – aufregende Technologie- und Design-Präsentationen guckt man sich im Zweifelsfall dann doch freiwilliger auch in anderem Rahmen wie z.B. per Video an.
Die Videos der Vorträge werden in Kürze sicher online gestellt, hier vorab schonmal meine Eindrücke in kurz:
Eindrücke vom Hamburger World Usability Day 2009
Es ist schön zu sehen, dass sich die Hamburger Veranstaltung zum World Usability Day auch im vierten Jahr zunehmender Beliebtheit erfreut und die zwei Hörsääle der HAW gut gefüllt waren (2006 war einer der Räume nur halbvoll).
Nachdem das Niveau der Vorträge in den letzten Jahren zum Teil unter zu viel Eigenwerbung gelitten hatte war Eigenwerbung in diesem Jahr explizit verboten und das ging soweit ich es beurteilen kann auch auf. Eine gute Idee waren auch die zusätzlichen Workshops zu Beginn der Veranstaltung.
Meine Eindrücke im Einzelnen:
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Eindrücke vom Jochen Distelmeyer Konzert
Das gestrige Jochen Distelmeyer Konzert -eines seiner ersten Solokonzerte- war für mich wie wohl für die meisten allein schon deshalb spannend, weil das Konzert vor Veröffentlichung des Albums ‘Heavy’ stattfand, ich also außer einem Stück auf der Website nicht wusste, was mich erwartet.
Das Konzert war dann eine Mischung aus neuen Solostücken gemischt mit Reinterpretationen von Blumfeld-Stücken aller Phasen bis zurück zu “Viel zu früh und immer wieder; Liebeslieder” von ‘Ich Maschine’, gespielt als Quintet mit bis zu drei Gitarren.
Die meisten neuen Stücke sind kompakte Rockstücke mit hohem Noise-Anteil (musste u.a. an die Melvins denken) und sehr prägnanten Hooklines, erstaunlicherweise konnte ich die Texte trotzdem wesentlich schlechter verstehen als bei den wesentlich “volleren” alten Stücken – aber vielleicht ist das auch eine Wahrnehmungstäuschung und ich verstand die alten Texte einfach deshalb weil ich sie schon kannte.
Beim ersten Hören gefielen mir nur einige der neuen Stücke richtig gut, andere wirkten auf mich auch aufgrund der Art des Vortrags fast schon abweisend und ich bin gespannt wie sie auf Platte klingen. Insgesamt wurde das Konzert mit zunehmender Lockerheit der Band gegen Ende deutlich besser und es mag auch an dieser anfänglichen Steifheit/Angespanntheit gelegen haben, dass die vor allem am Anfang gespielten neuen Stücke irgendwie abgeschottet wirkten. - ertappe mich während ich das schreibe gerade dabei, daß ich hier möglicherweise auch dem in vielen Blumfeld-Rezensionen zu beobachtenden Überhöhungs-Effekt aufsitze und die Gründe für mein Mißfallen primär bei mir suche, statt auch die Möglichkeit zuzulassen, daß einige Stücke vielleicht einfach nicht mein Ding sind und ich auf harmonisch vielschichtiger angelegte Stücke gehofft hatte.
Nach dem Konzert fiel mir auf, daß ich eigentlich nur in der Anfangsphase von Blumfeld einen wirklich persönlichen Bezug zu den Texten hatte (u.a. “sind zwei zuviel um frei zu sein; oder brauch ich dich um ich zu sein?” von Ich-Maschine – eine Frage, die mich damals stark umtrieb und die ich jetzt schon lange für mich mit “letzterem” beantwortet habe). Danach mochte ich die Texte zwar aufgrund ihrer sprachlichen Fertigkeit, hörte Blumfeld wenn ich es mir recht überlege aber vor allem der Musik wegen so gerne. Thematisch hatten die Stücke dagegen nicht viel mit mir zu tun. Das scheint sich jetzt teilweise wieder zu ändern: Jochen Distelmeyer ist offenbar auch seit ein paar Jahren Vater ist und es gibt u.a. in dem Stück “Murmel” väterliche Perspektiven, zu denen ich einen stärkeren persönlichen Bezug habe und die mich auch textlich berühren.
Interessanterweise lief vor und nach dem Konzert Tortoise ( ich glaube ‘Millions now living will never die’) – und damit die prägendste Band des anderen Genres, das meine musikalische Entwicklung in den 90ern beeinflußt hat.
Sind wir wirklich Business Punks?
Gruner + Jahr launcht im Oktober ein neues Heft für die “Generation Xing”, die erfolgreich im Berufsleben sein will, aber auch irgendwie den Hedonismus nicht ganz zu kurz kommen lassen möchte.
Bemerkenswert finde ich die Ableitung “Punk = Spass/Hedonismus” – oder bin ich da jetzt ähnlich verklärt romantisch wie die Typen, die heute noch mit knallroten Iros und Sicherheitsnadel in der Nase rumlaufen?
Ansonsten bin ich als potenzieller Teil der stereotypischen Zielgruppe (wie auch schon bei dem letzten G+J Launch “Nido” für die urbane junge familie) skeptisch gespannt, was da auf uns zukommt…
Die Themenbeispiele “Never mind the crisis – wie erfolgreiche Business Punks Geschäfte machen”, “Die Karriere ist wie ein Fußballspiel. Manchmal sind taktische Fouls unerlässlich” und “Mythos der sexy Sekretärin” wirken auf mich erstmal ähnlich reisserisch wie ein Men’s Health Cover und haben mit dem journalistischen Anspruch, den ich bei G+J vermute erwarte erstmal nicht SO viel zu tun.
Bei diesen neuen “spitzen” Heftformaten beschleicht mich immer das Gefühl, dass die G+J Redakteure vor allem Hefte für sich selbst schreiben wollen, es sich aber noch nicht so recht eingestehen…
Icy Demons @ Astra Stube
Das Konzert der Chicagoer Icy Demons in der Astra Stube war noch besser als meine ohnehin schon hohen Erwartungen. Seit die Band im Winter angekündigt hatte, im Mai auf Europa-Tour zu gehen hatte ich zunächst auf einen Auftritt in HH gehofft und mich dann umso mehr gefreut, daß sie in dem direktesten Club der Stadt spielen. Icy Demons touren als Quartett (in den USA sind teilweise mehr Leut auf der Bühne) und spielten ein sehr druckvolles und spielfreudiges Set mit einigen neuen Stücken.
Insgesamt scheinen Icy Demons sich stärker in Richtung Tanzmusik zu orientieren, wie sie sie z.B. bei “Crittin’ down at Baba’s” auf dem letzten Album schon getan hatten. Bei einem Stück gab’s erstmalig Sprechgesang (auch zu hören im Video unten). Ich freue mich schon auf die neue Platte, wann und wo die auch immer erscheint.
Interessant fand ich wie unterschiedlich das insgesamt super euphorische Publikum auf unterschiedliche Facetten in der Musik reagierte. Eine Frau neben mir war z.B. bei den eher jazz/beat-lastigen Parts dabei, stand aber auf ein eher in College-Rock-Manier durchgeprügelten Stück total unbeweglich dar, obwohl ihr der Schweiss des Schlagzeugers um die Ohren flog.
Einen guten Eindruck eines Icy Demons-Konzertes gibt dieses Video aus der Knitting Factory.
Gedanken zum #vfdreh
Scholz & Friends haben heute einen Werbespot für ihren relativ neuen Kunden Vodafone gedreht.
Soweit erstmal nichts besonderes. Auffällig ist aber, daß der gesamte Dreh von auffallend reger Twitter-Berichterstattung begleitet wurde, durch die #vfdreh zu den Top 3-Twitter-Topics des heutigen Tages wurde. Das hat unter anderem sicher damit zu tun, daß bei dem Clip viele aktive/prominente deutsche Blogger/Twitterer wie Sascha Lobo mitmachen.
Bei mir hinterläßt das ganze eine Reihe von Fragen:
- wieviel Kalkül steckt hinter der der heutigen Twitter-Präsenz des Themas?
- war eifriges Twittern Teil des Deals mit den Teilnehmern? Gab es überhaupt einen Deal oder haben die (wie der Qype-Eintrag vermuten läßt) tatsächlich alle für Verpflegung und die Gelegenheit eines professionellen Stylings mitgemacht?
- nützt der heutige “buzz” Vodafone wirklich?
- Oder muß man das ganze in erster Linie als weiteres Experiment verbuchen, mit dem sich S&F als Social Media-affine Agentur positionieren will, indem S&F-Mann @nico seine privaten Kontakte mobilisiert?
- Aber ist es dann andererseits nicht aus Ausdrucks des bisherigen Nischencharakters von Twitter, wenn ein Thema mit nichtmal 80 Beiträgen zu den wichtigsten des Tages wird?
- Ist das also alles außerhalb eines relativ kleinen Kreises auch relativ egal? ;O)






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