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Microsyntax

Posted in Fachliches by arnekittler on Mai 28, 2009

Stowe Boyd hat Microsyntax.org initiiert, um die Entwicklung neuer Auszeichnungselemente für Twitter voranzutreiben und zu systematisieren. Berater der Organisation ist u.a. Chris Messina, der Erfinder des Hashtags (#) als eine, der etabliertesten Microsyntax-Elemente neben @ und RT. Boyd selbst schlug vor kurzem vor, Ortsangaben mit / zu starten oder sogar in /einzufassen/ .

Ich finde das eine interessante Entwicklung, denn die Geschwindigkeit, in der sich die obigen Auszeichnungen verbreitet haben (obwohl sie z.T. nicht mal von Twitter selbst, sondern nur von komplementären Services und Clients unterstützt werden), zeigt die dass es klar Bedarf gibt, mit Hilfe von Microsyntax Kontext und Bezüge beim Twittern herzustellen. Und dies obwohl dadurch nochmal etliche der ohnehin knappen 140 Zeichen für Auszeichnung draufgehen und noch weniger Text zum Schreiben bleibt. Immerhin gibt es tinyurl und co zum verkürzen der URLs…

Man muß in sofern davon ausgehen, daß sich weitere Auszeichnungsprinzipien entwickeln werden und Organisationen wie Microsyntax.org können dabei einerseits systematisierend als auch aufklärend helfen.

Trotz allem frage ich mich, ob eine Vermehrung von Microsyntax nicht auch z.T. eine Krücke zu Lösungen ist, die wesentlich sinnvoller (z.B. durch eine Trennung von Inhalt und Auszeichnung) als Weiterentwicklung von Twitter selbst kommen können. Ich verstehe zu wenig von Programmierung, um die Machbarkeit dessen beurteilen zu können. Aber längerfristig scheint mir die mit Microsyntax verbundene Spezialsprache unschön und ausgrenzend zu sein (vgl. auch The Next Webs Post dazu) – mir fiel das kürzlich auf, als ich von einem generell SEHR online-affinen Kollegen aus einer anderen Agentur nur Fragezeichen erntete, als ich Gebrauch von den üblichen Auszeichnungen wie RT und # machte.

3 Antworten

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  1. Ralf said, on Mai 28, 2009 at 8:59 am

    Vielen Dank für den Hinweis zum TNW Artikel. Stowe hat inzwischen angemerkt, dass sich seine Bemühungen nicht unbedingt nur auf Twitter beziehen und er durchaus eine ganze Menge Erweiterungs- und Verbesserungsbedarf bei Twitter selbst sieht.

    Seine Vorschläge zur Microsyntax sollen ganz allgemein auf Text-basierte Kommunikation abzielen.

    Da fragt sich dann allerdings noch mehr, ob wir das {wirklich} [brauchen] #QuestionOfTheDay

    -Ralf

  2. arnekittler said, on Mai 28, 2009 at 10:13 am

    Danke für den Hinweis, Ralf! Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass der Wunsch nach einer über Twitter (und andere technisch ähnlich stark begrenzte Formate) hinausgehende Etablierung von Microsyntax ein bischen zu sehr aus der Perspektive der Microsyntax-Fürsprecher bzw. deren Relevanzanspruch gedacht ist. Ich bin sicher, dass man Microsyntax als Stilelement schon ziemlich schnell auch in anderer textbasierter kommunikation finden wird, in den Duden aufgenommen wird usw. – aber von einer Anwendung von Microsyntax auf textbasierte Kommunikation im allgemeinen bin ich zumindest heute noch nicht überzeugt.

  3. Susanna Watt said, on Dezember 16, 2010 at 1:15 pm

    Well I really enjoyed studying it. This subject provided by you is very constructive for good planning.


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