I like Polka Dots

next – spontane erste eindrücke

Posted in Fachliches by arnekittler on Mai 11, 2010

Kurze Pause im Hotel nach dem ersten von diesmal zwei Tagen next. In Berlin, aber mit vielen bekannten Hamburger Gesichtern – die Bahn dankt.
Die Telekom hoffentlich auch, denn die fährt während der Konferenz gratis einen Live-Stressstest in Sachen „1200 geschäftige iPhone Nutzer in einer Handyzelle – geht das gut?“ Die Antwort: nicht wirklich, die Anbindungszuverlässigkeit ist ungefähr so wie bei schlechtem Wetter in ländlichen Regionen Frankreichs.
Inhaltlich hat mich die next heute noch nicht so sehr überzeugt wie in den Vorjahren – bei mehreren Parallel-Tracks mag das daran liegen, dass ich auf die falschen Pferde gesetzt habe.

Ein paar Dinge, die ich notierenswert fand:
In Louris Rossettos Vortrag über TCHO hat mir persönlich die Verkostung von zwei Beispielsorten am besten gefallen (natürlich..). Mannomann, das ist wirklich grossartige Schokolade. Wer das Konzept hinter Tcho noch nicht kennt sollte ich unbedingt mal die Website angucken – aufgrund beruflicher Verbundenheit mit quadratischer Schokolade war für mich in dem Vortrag nicht viel neues dabei.
Mit Crispin Porter+Bogusky, Sapient Nitro, JvM Elbe, Jvm Spree und Euro RSCG waren heute ziemlich viele Werbeagenturen präsent, die sehr unterschiedlich zeigten, was für Sie „game changing“ (das Motto der Konferenz) bedeutet. Überzeugend fand ich CP+B mit ihrer wie sie selbst sagten „spontan rausgekotzten“ no-budget-Kampagne Shocking Barack an der man sehr gut das Prinzip „erstmal mit einer kleinen basis – hier einem WP-blog – anfangen und dann spontan reagieren“ nachvollziehen konnte. Eine insgesamt sympatische Co-Anchor-Präsentation von Dave Schiff und Alex Burnard.
„Do!“ empfiehlt auch Sicco Beerda von Euro RSCG Marken – was ich interessant fand war seine Herleitung, warum sich Werbung/Kommunikation vom Erzählen fiktiver Geschichten zu mehr Realitätsbezug entwickelt.
Sapient Nitro zeigten ihre „Best Job in the World“ Kampagne – zweifellos eine super Kampagne, die auch zum Thema „Game-Changer“ passt, allerdings frage ich mich, ob man für einen Konferenzbeitrag nicht noch etwas mehr Hintergrundinfos o.ä. hätte anbieten können, um noch etwas mehr Neues zu bieten.
Wenn ich die Vorträge der beiden JvM-Büros richtig verstanden habe, kann man beide unter „mal lieber die technologisch getriebenen Hype-Themen nicht überbewerten, am Ende zählt doch die gute alte (neue) Idee“ subsummieren. Während ich Andreas Freitag ganz vernünftig fand, polarisierte Thomas Zervos mit einem lebenden Ferkel auf der Bühne. Ich gehöre zu denen, die seinen Vortrag und die Aktion mit dem Schwein Scheisse fanden und zumindest wenn es um diese Art von Umgang mit Ideen geht („die nächste hype-sau durch’s dorf treiben -> ipad auf schwein festbinden“), mag das zwar game changing im Sinne von „ein schwein auf einer konferenz, das gab’s noch nie“ sein, es hat aber den üblen Beigeschmack von sog. „Goldideen“, die keiner wirklich braucht. Da find ich die Aussage von Sicco Beerda schon besser: „Agencies – Stop making up funny stuff!“

Gut gefallen haben mir die Vorträge von Adam Fletcher (Hipstery) und Lee Bryant (Zitat des Tages: APIs are the sex organs of digital business), wobei ich letzteren leider zugunsten eines viel zu Basic ausgelegten Web Typography-Vortrags vorzeitig verlassen habe.

bin gespannt auf morgen, wenn vor allem diverse Mobile-Themen auf dem Plan stehen.

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